Café Katchen – Genuss direkt am Elbdeich

Café Katchen in Soesmenhusen direkt am Elbdeich

Wie das Café Katchen an den Elbdeich kam

Die alte Kate direkt unter dem Elbdeich hatte Katja Hackert schon länger im Blick. In der Straße, in der ein großes Reetdachhaus neben dem anderen steht, war ihr das kleine Häuschen bereits ein paar Mal positiv aufgefallen, während sie mit ihrem Lebensgefährten Ernst-Otto Wilkens auf dem Deich spazieren ging. Im Dezember 2016 stand es dann da, das „Zu Verkaufen“-Schild. Und zwei Tage später unterschrieb Katja den Kaufvertrag. „Man muss im Leben Entscheidungen treffen“, sagt Katja bei einem Cappuccino und einem Stück Kirsch-Buttercreme-Torte, als ich sie am letzten Samstag besuchte. „Und jede Entscheidung ist erst einmal positiv, denn ich entscheide mich ja für etwas, das ich gut finde.“ Welch Wahnsinns-Entscheidung die beiden „mal eben so“ getroffen haben, denke ich beeindruckt. Katja erzählt in ihrer positiven und fröhlichen Art, dass Ernst-Otto gleich von ihrer Café-Idee begeistert war, sodass sie den winterlichen Spaziergang auf dem Deich auf dem Weihnachtsmarkt beendeten, um dort auf ihre neue Geschäftsidee anzustoßen. „Einfach machen“, so ihr Motto.

Kirsch-Buttercreme-Torte vom Café Katchen

Ab Januar konnte dann die Planung und der Umbau gestartet werden. Anfangs kamen dann noch ein paar Schwierigkeiten auf, sodass Katja kurz dachte, sie sei vielleicht doch zu blauäugig an die Sache heran gegangen. Doch sie und Ernst-Otto ließen sich nicht beirren, und meisterten Schwierigkeiten mit dem Bauantrag oder der Umsetzung eines Cafés in einer Reetdachkate. Beispielsweise muss in einem öffentlichen Café eine Mindestdeckenhöhe von 2,5 Metern eingehalten werden. Daher mussten sie sich schweren Herzens von der schönen alten, aber eben nur 2,03 Meter hohen Decke trennen. Insgesamt kann man bei dem ganzen Bauvorhaben aber nicht nur von einer Kernsanierung sprechen: Es wurde quasi ein neues Haus in ein altes Haus gebaut. Von innen kamen neue Fundamente, neue Säulen, neue Balken und sogar ein neuer Dachstuhl. Zudem wurde noch ein Anbau für Toiletten, Küche und Tresen geschaffen, sodass heute eine Grundfläche von 120 Quadratmetern besteht. Vorher waren es gerade einmal 60 Quadratmeter!

Dabei mussten alle Gewerke koordiniert werden – und zwar nicht nacheinander wie sonst üblich – sondern gleichzeitig! Nur so konnten Katja und Ernst-Otto dann nach gerade einmal 6 Monaten Bauzeit, ihr Café Katchen am 23. Juni 2017 eröffnen.

Hier der wunderschöne Außenbereich des Cafés:

 

Die Menschen hinter dem Katchen

Katja Hackert vom Café Katchen

Katja Hackert ist wie sie sagt „eine Berlinerin aus der Verwaltung“, die schon vor einigen Jahren nach Dithmarschen kam. Als richtige Powerfrau, die mal eben innerhalb eines halben Jahres ein Café aus dem Boden stampft, ist sie zudem noch aktiv als Fitnesstrainerin für den Marner Turnverein und kümmert sich um die vier Ferienwohnungen auf dem landwirtschaftlichen Betrieb im Kaiser-Wilhelm-Koog ihres Lebensgefährten Ernst-Otto, liebevoll „Otti“ genannt. Der wiederum arbeitet nicht nur auf seinem Hof, hilft bei den Ferienwohnungen mit, er macht auch mal die Wäsche beim Bettenwechsel und bespaßt die Urlaubsgäste mit Ponyreiten, Eier sammeln, Tiere füttern, Trecker fahren und Schweine eincremen. Und im Café spült er auch mal drei Stunden lang Gläser, wenn es dort ordentlich brummt.

Wie Katja und Ernst-Otto, sind auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alle Quereinsteiger, die mit Herz und Seele dabei sind. Sie suchen nicht bloß nach einem Job, sondern haben Spaß an der Sache und denken mit. „So hat sich die Suche nach passendem Personal irgendwie verselbstständigt“, sagt Katja, „jeder kannte einen, der einen kannte, und so weiter.“

     

Genauso war es mit Konditor Rainer Haupt, ohne den es nicht die leckeren Torten und Küchlein geben würde. Unüberhörbar sein Berliner Dialekt, mit dem er mir in der Küche erzählt, wie er zu dem Job im Café Katchen kam. Katjas Mutter war es, die früher oft in das Café Rabien in Berlin einkehrte um die köstlichen Baumkuchenspezialitäten der einstigen Potsdamer Hofconditorei zu genießen. Deren Baumkuchen ist so berühmt, dass er in alle Welt bis nach Japan verschickt wird. Und in eben diesem Café arbeitete damals auch Rainer Haupt als Konditor, der mittlerweile aber nach Dithmarschen gezogen war. Die gemeinsame Herkunft verband sofort und seitdem kreiert er zum Beispiel die „Kuchen im Glas“ oder den „Baumkuchen am Stil“.

 

Selbstgemacht – Gemütlich – Entschleunigend – Barrierefrei

Mit diesen vier Worten kann man das Café schon sehr, sehr passend beschreiben. Das Angebot im Café Katchen, das übrigens unweit vom Fähranleger nach Cuxhaven liegt, ist auch etwas anders als in anderen Cafés – und das macht es auch besonders. Grundsätzlich ist alles hausgemacht und weitestgehend ohne Aroma- und Zusatzstoffe. Auch der Cappuccino ist Handarbeit, denn statt Vollautomaten gibt es eine richtige Espressomaschine mit Siebträger. Auf Cola, Fanta, Sprite und Co. wird passend zum Konzept verzichtet. Dafür gibt es selbstgemachte Holunderblütenschorle oder Bio-Schorlen aus der Flasche.

Schorle und Telefon

Jeden Vormittag werden die Kekse, Kuchen und Torten frisch gebacken. Alles wird handgemacht und nichts dazugekauft. Zu den Spezialitäten gehören Stachelbeer-Baiser-Torte, Erdbeer-Sahne-Töpflein, Kirsch-Buttercreme-Kuchen, Johannisbeer-Mascarpone Törtchen, Vulkan-Küchlein oder die oben erwähnten Baumkuchen am Stiel. Außerdem stehen auf der Karte zwei 3-Gänge Menüs.

Moment, ein Menü in einem Café? Ja, Du hast schon richtig gelesen. Das „Süße Menü“  ist perfekt für alle, die sich nicht entscheiden können. Der erste Gang ist ein Glas Sekt, danach folgt die „Hauptspeise“: Ein Kännchen Kaffee oder Tee sowie kleine Köstlichkeiten Griechischem Joghurt mit Walnüssen und Honig, ein kleiner Baumkuchenstiel, süße Knabbereien und Petit Four. Der dritte Gang ist dann ein Likör Deiner Wahl ? Lecker!

Wer es eher herzhaft mag, bestellt das gleichnamige 3-Gänge-Menü, bestehend aus Espresso zur „Vorspeise“, einer Flasche Bier oder einem Glas Wein zu kleinen Köstlichkeiten aus Brotzeit mit Butter, Schmalz und Holsteiner Tilster, Quiche Lorraine, Schinkenknacker und Rollmops. Ähnlich wie beim Süßen Menü gibt es einen Brand Deiner Wahl zum Nachtisch.

Sitzecke im Café Katchen

Besonders sind auch die Möbel und das Inventar in der neuen alten Reetdachkate. Die alten Küchensofas, Tische, Nähmaschinentische und Schränke konnte Katja von einer Kneipe und einem Café, die beiden schlossen, erwerben. Dank ihrer Freundin, die eine wirklich begnadete Tischlerin ist, ist das Café Katchen nun mit richtig schicken Möbeln ausstaffiert. Diese mussten richtig aufgearbeitet werden und kamen zu einer Polsterin in Eddelak.

Weitere Freundin nahmen sich der Gestecke auf den Tischen an oder halfen beim Designen und Dekorieren.

Speisekarte mit süßen Köstlichkeiten

Tischgesteck aus alten Tee-Tassen | Hofladenliebe besucht das Café Katchen

Lust auf ein Törtchen, Kuchen oder das herzhafte Menü bekommen? Das Team vom Café Katchen freut sich auf Dich!

Besuche das Café Katchen

Logo vom Café Katchen in Brunsbüttel

Café Katchen
Soesmenhusen 20
25541 Brunsbüttel

Tel. 04852 – 8361360
Ansprechpartner: Ernst-Otto Wilkens, Katja Hackert
E-Mail: info@cafe-katchen.de

Öffnungszeiten:
Mo – So: 14 – 18 Uhr
Im Winter abweichend

Website: www.cafe-katchen.de

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