Kategorie: Dithmarschen

Made in MED – Regionale Produkte aus Meldorf

Zur Eröffnung der Meldorf Woche vom 28. April bis 7. Mai 2017 hat der Arbeitskreis für Regionale Produkte in Meldorf einen eigenen Marktstand auf dem Meldorfer Wochenmarkt organisiert. Die Idee für „Made in MED“ und den Stand hatten dabei vor allem Björn Rogalla von der Linde in Meldorf und Axel Roskors von Axels Delikatessen. Vielen Dank für die Organisation an dieser Stelle schon mal!

Made in MED Plakat
(Flyer von Axel Roskors)

Wir trafen uns gleich morgens um 6.30 Uhr auf dem Marktplatz, um unseren Stand aufzubauen. Auch wenn der Markt offiziell um 8.00 Uhr beginnt, kommen die ersten Leute immer schon gegen 7.30 Uhr. Alle anderen, routinierten Marktbeschicker waren natürlich auch schon voll in Gange und gefühlt 10x schneller als wir 😛 Morgens hatten wir so einen schönen Blick auf dem Meldorfer Dom… ?

Meldorfer Dom

Regionale Produkte aus Meldorf

An dem Stand „Made in MED“ – also „hergestellt in Meldorf“ – verkauften wir diese leckeren Produkte aus Meldorf und Umgebung – wieder waren neue Produkte dabei, die ich noch gar nicht kannte:

#1 Kekse mit „Suchtpotential“ vom Dom Café Meldorf

 

#2 Honig und verschiedene Senf-Sorten von Axels Delikatessen

Made in MED - Regionales aus Dithmarschen | Honig und Senf

 

#3 Krabbenleberwurst und die Meldorfer Dom Mettwurst von der Fleischerei Jannsen

Made in MED - Regionales aus Dithmarschen | Krabbenleberwurst und Meldorfer Dom Mettwurst

 

#4 Eier aus Freilandhaltung vom Hof Timm

Made in MED - Regionales aus Dithmarschen | Eier vom Hof Timm

 

#5 Meldorfair Kaffee, Schokoladen, uvm vom Eine Welt Laden Meldorf

Made in MED - Regionales aus Dithmarschen | Meldorfair Kaffee

 

#6 Schmand-Schinken-Salat (Brotaufstrich) von der Fleischerei Colmorgen

Made in MED | Schmandschinken-Brote

 

#7 außergewöhnliche Kohlpralinen vom Hotel zur Linde – Meldorf

Made in MED - Regionales aus Dithmarschen | Kohlpralinen

Die Kohlpralinen gibt es eigentlich nur zu den Dithmarscher Kohltagen, doch sie schmecken auch jetzt schon. Die Leute waren anfangs recht verhalten, aber als es dann ein paar Probier-Pralinen gab, schlugen sie zu! Die Pralinen haben einen Marzipankern, sind mit Wirsingkohl umwickelt und dann mit heller, dunkler oder weißer Schokolade überzogen! Auf Bestellung gibt es die Pralinen übrigens auch außer der Reihe bei der Linde zu kaufen. Eine Packung liegt bei € 4,00 (enthält drei Pralinen).

 

#8 Zimtschnecken vom Café Saimi

 

und als #9 natürlich unsere Präsentkisten von Hofladenliebe

Made in MED - Regionales aus Dithmarschen | Präsentkisten von Hofladenliebe

 

Fazit von Made in MED

Den Tag über standen Ulrike Naujokat-Blum und Ingrid Hemke vom Eine Welt Laden in Meldorf, Paul Eckhard von der Linde Meldorf und ich an dem Stand und konnten viele Produkte verkaufen, sowie interessante Gespräche mit den Marktbesuchern führen. Ein voller Erfolg!

Auf meine Beiträge in den sozialen Netzwerken Facebook und Instagram schrieben mir sogar ein paar Follower, ob wir den Marktstand in Meldorf wiederholen würden oder ihn auch einmal auf dem Heider Wochenmarkt machen möchten. Warum nicht!? Was meint ihr? 

 

Hier noch ein Nachbericht über den Marktstand „Made in MED“ aus der Dithmarscher Landeszeitung von Ralf Tiessen (29. April 2017):

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So schmeckt Dithmarschen

Am Mittwoch durfte ich bei der Veranstaltung So schmeckt Dithmarschen im KOHLosseum zu Gast sein. Einmal im Monat öffnen Margot Boie, Gunda Thießen, Elisabeth von Horsten und Christel König im wahrsten Sinne des Wortes die „Speisekammer an der Nordseeküste“ für bis zu 48 Personen. Die Veranstaltungen sind so gut wie immer ausgebucht und ich hatte nun das Glück, zusammen mit meiner Mutter Kathrin Kock nachzurutschen, da ein paar Plätze kurzfristig frei wurden.

Die Idee für So schmeckt Dithmarschen

Durch ihre Verbundenheit zu ihrer Heimat Dithmarschen und den Wunsch, hochwertige Nahrungsmittel in der heutigen Ernährung zu stärken, überlegten die vier Landfrauen, eine Verkostung von Dithmarscher Produkten anzubieten. Sie sprachen viele örtliche Betriebe an und holten sich die Stiftung Mensch, die „region:meldorf aktiv“, das „Amt Mitteldithmarschen“ und später auch das „Kohlosseum“ ins Boot. Die Skepsis vor der ersten Verkostung im Landwirtschaftsmuseum war sehr schnell verflogen. Das Angebot kam so gut an, dass es nun seit drei Jahren von den vier Botschafterinnen für heimische Produkte veranstaltet wird – mal im Meldorfer Landwirtschaftsmuseum, mal im KOHLosseum.

 

Wir können mehr als Fischbrötchen und Sauerkraut

Unter diesem Motto wird den Teilnehmern mal so richtig gezeigt, was Dithmarschen alles zu bieten hat. Und auch ich habe mal wieder Produkte kennengelernt, die mir bislang unbekannt waren. Die ganze Zeit wurde übrigens auf Plattdeutsch gesprochen und dabei viele lustige Anekdoten vorgetragen. Aber fangen wir mal von vorne an…

Erstmol een „Groine Raket“ drinken!

Die „Grüne Rakete“ brachte Schwung in die Bude: Nach kurzer Ansprache gab es einen Grünen Smoothie aus Petersilie, Gurke und Apfelsaft – doch „Grüner Smoothie“ giv dat op platt ni, also haben die vier Damen ihn „Groine Raket“ getauft! Sehr gesund und lecker ?

Da die Verkostung dieses Mal im Wesselburener KOHLosseum stattfand, sollte davon natürlich auch ein bisschen was gezeigt werden. Also wurden wir durch das Kohlmuseum im 2. Stock geführt und lernten gleich etwas über Dithmarschens Vergangenheit und Zukunft. Besonders interessant: Die Chance, dass wir von der Nordsee überflutet werden ist gar nicht so groß! Die Wahrscheinlichkeit, dass wir wegen Starkregen absaufen ist viel größer!

Und nun alle zu Tisch!

Angedeckter Tisch für die Verkostung "So schmeckt Dithmarschen"

Nach der Führung durften wir uns dann setzen und das 19-Gänge-Menü nahm seinen Lauf. Zu dem Zeitpunkt wusste nur noch keiner, wie viele Gänge ihn erwarten würden! Total der Wahnsinn 🙂

Margot Boie stellte zuerst die Getränke vor. Boddermelk von der Osterhusumer Meierei, Sauerkrautsaft vom KOHLosseum, Apfelsaft und Wasser aus Burg, Jiaogulan Tee und verschiedene Biersorten von der Brauerei Hintz aus Marne.

Die Grundlage zu allen folgenden Gängen war das Brot von der Bäckerei Kühl aus Lunden. Mir schmeckte vor allem das Kohlbrot, es gab aber auch Mischbrot und ein Nussbrot. Die Faßbutter dazu kam vom Gut von Holstein.

 

Gang 7 bis 11

Familie Möller aus Büsum fährt jeden Tag einmal raus auf die Nordsee, um dann in ihrem Geschäft in Büsum fangfrischen Fisch zu verkaufen. Wir durften den leckeren Matjes probieren. Danach gab es Eier von glücklichen Hühnern der Familie Timm aus Nindorf, die in ihren mobilen Hühnerställen freilaufende Hühner halten und ihre Eier im Hofladen, aber auch bei den verschiedenen Edekas in Dithmarschen vertreiben. Eine richtige Überraschung waren die Lamm-Rind-Cabanossi vom Hofladen Wischmann in Norderwöhrden. Dazu gab es außerdem Lamm-Leberwurst und Bauernmettwurst. Fischfeinkost Eyka aus Marne bietet alle möglichen Fisch-Delikatessen (leider alle nicht sehr lange haltbar, weshalb ich sie nicht in unseren Präsentkisten anbieten kann). Wir konnten bei So schmeckt Dithmarschen den Streml Lachs mit Meerrettichsahne und Dillsauce probieren. Nun waren wir eigentlich schon satt. Im Leben hätte ich nicht damit gerechnet, was uns die Vier noch zum Verkosten reichen würden!

 

Dithmarschens Küstlichkeiten

Der 11. Gang war Hackbällchen vom Galloway Rind von der Schlachterei Tietjens aus Lehe. Die Galloways laufen ganzjährig auf der Weide und wachsen im Herdenverbund auf – das genaue Gegenteil von Massentierhaltung. Und das schmeckt man! Ganz klar durfte das Sauerkraut vom KOHLosseum nicht fehlen. Der Krautmeister Hubert Nickels höchstpersönlich erzählte uns ein paar Worte zu der Entstehung des KOHLosseums und der Gewinnung des Sauerkrauts, das mit Patentverschluss nach Abfüllen noch sieben Tage weiter im Glas gärt. So bleiben viele Vitamine erhalten, da sie nicht bei hoher Hitze abgekocht werden müssen.

Rote Beete kennt jeder. Doch Ringel-Beete und Gelbe Beete habe auch ich zum ersten Mal gesehen. Genau wie die lila Kartoffeln vom Hofladen Hinrichs aus Schmedeswurth und dem Hofladen Krogmann aus Nindorf. Zum Rapsöl vom Landwirtschaftlichen Betrieb Witthohn aus Norddeich erzählte uns Maike Witthohn, dass sie und ihr Mann mittlerweile 6.000 Liter Rapsöl pro Jahr in einer kleinen Mühle pressen und per Hand abfüllen. Der 15. Gang – mittlerweile waren wirklich alle pappsatt – schmeckte besonders gut: Gans in Sauer von der Gänsefarm Gudendorf sah auf den ersten Blick eher trocken aus. Doch beim Probieren wurde das genaue Gegenteil bewiesen. Sehr empfehlenswert!

 

Wat för Leckerschnuten

Regionaler Nachtisch: Quark mit Eielikör von der Gänsefarm Gudendorf auf PflaumenmusKlar, der Nachtisch darf nicht fehlen… im Magen wird schnell noch Platz geschafft, denn aus einem Nachtisch werden gleich vier kleine Nachtischchen! Zuerst ein kleines Gläschen mit Quark, Früchten der Saison und Eierlikör (auch von der Gänsefarm Gudendorf). Käse schließt ja bekanntlich den Magen und bei der tollen Auswahl von der Feinkäserei Sarzbüttel, durften wir Nordsee-Käse und Bockshornklee-Käse probieren. Nein, das wars noch immer nicht, Dithmarschen hat nämlich auch eine große Pralinenmanufaktur zu bieten: Wagner Pralinen in Brunsbüttel. Hier durften wir drei verschiedene Sorten kosten. Der 19. Gang sollte nun aber der Letzte sein: Das „blaue Wunder“ war eine Buttermilch-Mischung mit Blaubeer-Saft vom Heidehof Wittenmoor aus Bargenstedt.

 

Ein besonders schöner Abend

Die vier Landfrauen und Annika von Hofladenliebe

Das Abschluss-Bild mit den Vier fleißigen Hauswirtschaftsmeisterinnen und mir

Es war wirklich beeindruckend, was die vier Landfrauen da auf die Beine gestellt haben: Einkaufen, Vorbereiten, Anrichten, Aufbauen, Vortragen und Präsentieren, Abräumen und Aufräumen. Vielen, vielen Dank, dass wir dabei sein durften und noch mehr geschmackliche Einblicke in Dithmarschens Speisekammer erhalten konnten!

❤️-lichst,

Annika von Hofladenliebe

 

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